Waldgruppe Heigenbrücken sorgt für strahlende Waldbären-Gesichter

27. April 2018 – Heigenbrücken    In der neuen Waldgruppe des Spessartkindergartens Johannisbären e.V. zwischen Buchen, Kiefern, Eichen und Fichten ist in diesen Frühlingstagen viel los. Die 3 bis 6-jährigen „Waldbären“ aus dem Gemeindebereich Heigenbrücken basteln, spielen und erleben so Einiges im Wald und der Natur. Davon konnten sich Bürgermeister Werner Englert,  Forstbetriebsleiter Joachim Keßler und der örtlich zuständige Bayerische Staatsforsten-Förster Albert Englert bei einem Antrittsbesuch überzeugen.

Sie zeigten sich begeistert wie die Kinder das neue Konzept annehmen. Von Montag bis Freitag finden sich die Kinder vormittags an ihrem festen Waldort am Rande von Heigenbrücken ein - bei jedem Wetter. Keßler: „Toll mit wie viel Phantasie und Begeisterung die Kinder hier im Wald spielen – ohne viel Spielzeug oder Medien. Es freut mich sehr, dass wir ein passendes Waldstück für dieses sinnvolle Waldprojekt zur Verfügung stellen konnten.“ Bürgermeister Englert ergänzt: „ Eine Waldgemeinde wie Heigenbrücken muss ja geradezu eine Waldkindergartengruppe vorweisen. Ich bin begeistert, dass ich hier in rundum glückliche Gesichter blicke.“

Die Gruppenleiterin der Waldgruppe des Kindergartens Claudia Aulbach erklärt: „Durch den ständigen Aufenthalt in der Natur erleben und erfahren die Kinder die Umwelt in einer Intensität, die sie ein Leben lang prägt. Die Natur ist der ideale Bewegungsraum für die Kinder. Jeder Tag ist anders und spannend!“

Die Bayerischen Staatsforsten stellen die Waldfläche am Ortsrand von Heigenbrücken kostenfrei zur Verfügung. Der Johannisverein Heigenbrücken ist Träger des Kindergartens und hat mit Unterstützung der Gemeinde den viergruppigen Spessartkindergarten durch die Waldgruppe erweitert. Als Spielgelände dienen die vielen buntgemischten Wälder. Hier können sich die Kinder bei jedem Wetter austoben. Sollte das Wetter einmal nicht so schön sein, so haben die Kinder die Möglichkeit sich in dem eigens angeschafften Bauwagen zu wärmen und zu trocknen.

Forstbetriebsleiter Keßler ist begeistert, dass die Kinder schon so früh Kontakt zur Natur bekommen und viele Dinge über den Wald erfahren. Daher unterstützen die Bayerischen Staatsforsten die Waldbären dieser Tage noch mit einer Sitzgelegenheit, welche die Auszubildenden des Forstbetriebs Heigenbrücken erstellt haben.

Forstbetrieb Heigenbrücken

Der Forstbetrieb Heigenbrücken mit seiner in Bayern einmaligen Baumartenvielfalt liegt im bayerischen Nordspessart. Neben Buchen und Eichen wachsen auch Fichten, Kiefern, Tannen, Stroben, Lärchen und Douglasien, darunter der höchste Baum Bayerns, eine Douglasie mit über 60 m Höhe.

Der Forstbetrieb Heigenbrücken ist Ausbildungsbetrieb. Die ausgebildeten Forstreferendare, Forstanwärter und jährlich zwei bis drei Auszubildende zum Forstwirt/ zur Forstwirtin sind wichtiger forstlicher Nachwuchs.

Das Wasser aus dem Heigenbrückener Wald versorgt 40.000 bis 50.000 Menschen. Damit die Qualität gleichbleibend gut ist, wird der Wald schonend und naturgemäß bewirtschaftet. Der Waldumbau zu noch mehr Laubholz, vor allem Buche trägt dem sich abzeichnenden Klimawandel Rechnung und erhöht den Erholungswert.

Bayerische Staatsforsten

Die Bayerischen Staatsforsten sind mit einer Fläche von rund 805.000 Hektar und mit etwa 2.800 Beschäftigten das größte deutsche Forstunternehmen. Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften den gesamten bayerischen Staatswald. Und das nach klaren Vorgaben: Natur bewahren. Profitabilität sichern. Dem Menschen dienen. Nachhaltige, naturnahe Forstwirtschaft, so wie sie bei den Bayerischen Staatsforsten gelebt wird, wird allen gerecht: den Menschen, die im Wald arbeiten oder sich erholen wollen, der Gesellschaft, die den nachwachsenden, umweltfreundlichen Rohstoff Holz zunehmend nachfragt, und den Tieren und Pflanzen, für die der Wald wertvollen Lebensraum bietet.

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