Naturschutzprojekt

Naturschutzprojekt Wiesener Steinbruch

Im Rahmen der "Bayerischen Biodiversitätsstrategie", die 2008 zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern beschlossen wurde, ist der alte Wiesener Steinbruch südöstlich von Wiesen an der S 2305 Richtung Frammersbach freigestellt und von störendem Bewuchs befreit worden. Der für Wiesener Verhältnisse große Sandsteinbruch ist noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges genutzt worden.

Auf dem freiliegenden Buntsandstein können nun neue Möglichkeiten für selten gewordene Pflanzen und Reptilien entstehen. Die Maßnahme erfolgte als ein Projekt, bei dem eng mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt in Aschaffenburg, der Gemeinde Wiesen und der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Aschaffenburg zusammenarbeitet wurde. Mitarbeiter des Heigenbrückener Forstbetriebes und ein Forstunternehmen führten mit schwerem Gerät die Schneide- und Fällungsarbeiten am fast völlig zugewachsenen Steinbruch aus. Das angefallene Geäst schichteten sie am Rand des Steinbruchs zu einer Benjeshecke auf, damit Vögel und andere Tiere darin Schutz und Nahrung finden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt ein Wanderweg in das Naturschutzgebiet "Spessartwiesen". Die dort geschützten Gebiete sind heute selten gewordene Feuchtgebiete mit naturnahen Fließgewässern, deren Quellen sich meist aus wasserstauenden Bodenschichten der Gebirgshangfüße speisen.

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