Alte Bäume im Spessart

Revierleiterwissen fließt in Erhebung ein

Im Rahmen des „Sonderprogramms Naturschutz“ werden zurzeit BaySF-weit zahlreiche Blühwiesen angelegt und Bäume hochgeköpft. Ein weiterer Teil des Sonderprogramms ist das Projekt „Methusalem-Eichen“ das exklusiv im Spessart durchgeführt wird.

„Im Spessart gibt es unzählige alte Baumindividuen“, erzählt Joachim Keßler, Forstbetriebsleiter in Heigenbrücken, „diese einzigartigen Exemplare wollen wir erlebbar machen.“ Der externe Forstsachverständige Paul Gerlach übernimmt in einem ersten Schritt die Kartierung der alten Baumriesen in den 26 Spessart-Staatswaldrevieren. „Ziel ist es nicht, flächig alle Methusaleme zur erfassen“, berichtet Herr Keßler weiter, „das würde viel zu lange dauern. Herr Gerlach soll sich auf die wirklich markanten Bäume beschränken, die beispielsweise durch einen besonderen Namen oder eine außergewöhnliche Geschichte bekannt sind.“

Parallel zur Kartierung werden die digitalen Möglichkeiten ausgelotet, um die besonderen Methusalembäume der Bevölkerung zugänglich zu machen. Denkbar wäre beispielsweise die Entwicklung einer App. Dazu erfasst der Forstsachverständige Gerlach bereits jetzt GPS-Koordinaten, mit denen später jeder Interessierte zu den Bäumen hinfindet. Außerdem misst er den Durchmesser der Bäume und hält Besonderheiten fest.

„Es handelt sich bei den erfassten Bäumen hauptsächlich um dicke Eichen und Buchen. Davon gibt es am Spessart am meisten“, berichtet der Sachverständige Gerlach. Paul Gerlach ist bei seiner Arbeit ganz von den örtlichen Kenntnissen der Revierförster abhängig. „Die kennen den Wald in ihrem Revier schließlich am besten und wissen wo die alten Bäume stehen“, meint er.

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