Funk im Forst – Ein Mehr an Sicherheit in der Holzernte

12. Februar 2019 – Heigenbrücken Sicherheit geht vor – der Forstbetrieb Heigenbrücken stattet seine Waldarbeiter mit Funkgeräten aus.

Nach einer umfangreichen Schulung durch Forstwirtschaftsmeister Lukas Küber bekam jeder der Forstwirt ein neues Funkgerät als Teil seiner persönlichen Schutzausrüstung. Küber erklärt in seiner Einführung: „Die Naturnahe Waldbewirtschaftung und der Waldumbau stellen uns vor neue Herausforderungen. Durch die vielen verschiedenen Baumarten und das unterschiedliche Alter der Bäume sehen wir uns gegenseitig bei der Holzernte immer schlechter und das Absprechen untereinander wird schwieriger.“

Der nun erfolgten, bayernweiten Einführung gingen umfangreiche, interne Versuche voraus. Alles in enger Abstimmung mit dem Personalrat. Der Leiter des Forstbetriebs Heigenbrücken, Joachim Keßler weiß: „Unsere Mitarbeiter sind eine tragende Säule des Unternehmens. Bei allen Vorhaben, die der Sicherheit dienen, binden wir die Mitarbeiter immer mit ein!“ Denn was bringe die beste Ausstattung, wenn sie niemand benützt?

Die neu eingeführten Funkgeräte verbessern die Kommunikation der Waldarbeiter enorm. Sie ermöglichen eine Verständigung untereinander ohne den Gefahrenbereich eines Anderen zu betreten. Der größte Vorteil der Geräte ist jedoch die verbesserte Sicherheit bei der Holzernte. Im Notfall kann eine unverzügliche Rettung eingeleitet werden. Die Funkgeräte erkennen Unfälle über eine spezielle Funktion, die sogenannte „Totmannschaltung“: Diese Funktion ist einfach, aber effektiv. Während der normalen Arbeit bleibt die Schaltung inaktiv. Gerät der Waldarbeiter über einen längeren in eine Schräglage, löst das Funkgerät automatisch einen schrillen unüberhörbaren Warnton aus, der alle umliegenden Waldarbeiter alarmiert. Der Ton wechselt mit einer automatischen Sendefunktion, sodass man den Verunfallten auch hören kann, ohne dass er die Sprechtaste drückt.

Dieses Plus an Sicherheit läßt sich der Betrieb einiges kosten. So beträgt der Preis für ein Funkgerät mit dazugehörigen Mikrophon und die darauf abgestimmte Gürteltasche mehrere hundert Euro. Der Betrieb hat alle 19 Waldarbeiter damit ausgestattet.

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